Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Dank der enormen Fortschritte in der Intensivmedizin können heute multimorbide Patienten auch schwere Erkrankungen überleben. Etwa 10-20 % der beatmeten Patienten auf einer Intensivstation benötigen eine Weaningphase, die länger als 7 Tage nach Besserung der Grunderkrankung andauert.

Dieses kann zu einer Inanspruchnahme bis zu 30-50 % der intensivmedizinischen Bettenkapazitäten führen. Auf spezialisierten Intensivstationen, die sich schwerpunktmäßig auf das Weaning (Entwöhnung) dieser Patienten von der Beatmung konzentrieren, sind  bei schwierig zu entwöhnenden Patienten häufig noch Verbesserungen zu erreichen, allgemein kann mit einem erfolgreichen Weaning bei diesen Patienten in ca. 50-60 % erreicht werden.

Mit der Erweiterung der Weaning-/Intensivstation im Januar 2018 verfügt das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen über entsprechende Versorgungsmöglichkeiten, um Patienten erfolgreich von der Beatmung zu entwöhnen und ggf. auch auf eine außerklinische Beatmung einstellen zu können.

Auf der Weaning-/Intensivstation werden Patienten mit akutem und chronischem Atemversagen behandelt. Hierfür wird ein umfangreiches Überwachungssystem (Monitoring) vorgehalten. Hochwertige Beatmungsgeräte erlauben ein differenziertes Beatmungsregime entsprechend den Erkenntnissen der Intensivmedizin.

Schwerpunkt hierbei ist seit Jahren die Entwöhnung langzeitbeatmeter Patienten. Dies erfordert ein strukturiertes Weaningkonzept, welches sich an pathophysiologischen Ursachen des Weaningsversagens orientiert und darüber hinaus den frühzeitigen und  einen interdisziplinären Behandlungsansatz, in dem erfahrene Fachärzte, Fachpflegekräfte, Physiotherapeuten, Logopäden und die Angehörigen der Betroffenen erfordert.

Unser Behandlungsangebot

  • Beatmungsentwöhnung langzeitbeatmeter Patienten
  • Intensiv- und Beatmungstherapie bei schwieriger Beatmungssituation (COPD/Asthma) sowie anderen Lungenerkrankungen
  • Beatmung- und Sekretmanagement bei neuromuskulären Erkrankungen (z. B. ALS)
  • Abklärung der Indikation zur Heimbeatmung und Einstellung von Heimbeatmungspatienten
  • Vorbereitung einer Heimbeatmung (Geräte, Hilfsmittel, Pflege, Sekretmanagement, Schulung Angehöriger)
  • Akutversorgung, ambulante Betreuung und Begleitung heimbeatmeter Patienten
  • Umstellung einer invasiven auf eine nicht-invasive Beatmung

Ihre Ansprechpartner

Oberarzt

Dr. med. Ahmad Akel

Facharzt für Innere Medizin

Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
Zusatzbezeichnung Medikamentöse Tumortherapie
Zusatzbezeichnung Palliativmedizin

 

 

Oberarzt

Martin Steinhoff

Facharzt für Innere Medizin