10.10.2016 - 13:00

Neue pneumologische Funktionsdiagnostik im Verbundkrankenhaus Linz-Remagen in Betrieb genommen

Mit der Neuanschaffung eines Ergospirometers und eines Ganzkörperplethysmographen werden nun deutlich akkuratere Untersuchungsergebnisse möglich, freut sich PD Dr. N’Guessan, einer der beiden Chefärzte der Inneren Medizin und verantwortlich für Lungenheilkunde, Intensivmedizin und die Weaning-Abteilung am Standort Franziskus Krankenhaus Linz. „Diese hochwertige Ausstattung haben nur wenige Kliniken hier im Umkreis und so können wir rund um den Standort Linz die Versorgung der Bevölkerung durch unser Krankenhaus weiter optimieren“, so PD Dr. N’Guessan. „Daten von hoher Qualität und damit eindeutige Untersuchungsergebnisse gewährleisten eine punktgenaue Therapie – eine win-win-Situation für Patienten und das Krankenhaus“ führt Dr. N’Guessan weiter aus.

Bei der ergospirometrischen Untersuchung wird der Patient auf einem Fahrrad (Ergometer) kontinuierlich ansteigend belastet. Dabei werden neben Herzfrequenz und Puls auch seine Atemgase gemessen. Dazu wird ihm eine luftdicht abschließende Maske auf Mund und Nase gesetzt, die über eine Messsonde mit der Raumluft verbunden ist. Im Anschluss an die Untersuchung werden die erhobenen Daten in einem PC zusammengeführt und ausgewertet.

Diese Untersuchung wird bei chronisch kranken Patienten dazu verwendet, den Status der Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge zu Beginn sowie im weiteren Verlauf der Therapie zu dokumentieren. Sollte ein Abfallen der Leistungsfähigkeit erkennbar werden, kann die Therapie unverzüglich den neuen Parametern angepasst werden.

Darüber hinaus dient diese Untersuchung dazu, die Operationsfähigkeit von Patienten mit Lungenkrebs festzustellen. Bei gesunden, sportbegeisterten Menschen können die Untersuchungsergebnisse dahin gehend interpretiert werden, ihre aktuelle Ausdauerleistungsfähigkeit - zum Beispiel im Hinblick auf eine Marathonteilnahme - zu beurteilen.

Die Ganzkörperplethysmographie ist ein weiteres Verfahren der Pneumologie und misst noch mal andere Lungen- und Atemparameter, die dem Arzt mit der zuvor genannten Ergospirometrie nicht zugänglich sind. Dazu sitzt der Patient in einer kleinen Glaskabine ähnlich einer Telefonzelle. Mit diesem Gerät setzt das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen eine seit 2015 geltende Leitlinie für die Behandlung von Lungenpatienten um. „Um Lungenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und eine definitive Diagnose zu erstellen sowie den Krankheits- und Behandlungsverlauf differenziert zu beobachten, dazu sind wir am Standort Franziskus Krankenhaus Linz ab sofort richtig gut aufgestellt“ stellt PD Dr. N’Guessan abschließend fest.

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter ‚Innere Medizin‘.