13.09.2016 - 10:00

Kleines Armband sorgt für noch mehr Sicherheit

Für alle stationären Patienten der Standorte Franziskus Krankenhaus Linz und Krankenhaus Maria Stern Remagen gehört ab sofort ein persönliches Patientenidentifikationsarmband zu ihrem Aufenthalt dazu. 

Von der Aufnahme bis zur Entlassung

Das Armband enthält Informationen zu Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und Geschlecht des Patienten sowie seine Fallnummer. Es bleibt während des gesamten Klinikaufenthalts am Arm. Als Medizinprodukt eingestuft sind diese Identifikationsbänder entsprechend geprüft und unbedenklich. Pflegedirektor Thorsten Dörholt: „Die Patienten können auch damit duschen. Und wer sein Armband nach dem Klinikaufenthalt behalten möchte, kann das tun. Andernfalls wird es bei der Entlassung entfernt und unter Berücksichtigung geltender Datenschutzrichtlinien entsorgt.“ Das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen folgt mit der Umsetzung einer Empfehlung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. mit dem Ziel, ein wirksames Instrument zur Erhöhung der Patientensicherheit zu etablieren.

Viele Vorteile für Patienten und Pflegepersonal

Die Gefahr einer Verwechslung nimmt mit der Komplexität der Behandlungsprozesse und Versorgungssysteme zu. Arbeitsteilung und Zeitdruck stellen zusätzliche Risiken dar. Optimierte Prozesse unter dem Vergütungssystem der Fallpauschalen führen dazu, dass die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus stetig abnimmt. Auf der anderen Seite werden aufgrund der demographischen Entwicklung Patienten zunehmend immer älter und können mit dem Klinikaufenthalt und der Ortsveränderung überfordert sein. „Patientenarmbänder gewährleisten jederzeit und für jede/n Mitarbeiter/in eine einfache, schnelle und sichere Identifikation, unabhängig davon, in welchem Zustand sich der Patient befindet“, so Pflegedirektor Thorsten Dörholt. „Auch bei fremdsprachigen Patienten oder wenn Patienten von einer Station zur nächsten verlegt werden und von einem neuen Team übernommen werden ist stets klar, um wen genau es sich handelt. Dabei ist es selbstverständlich, dass in jedem Fall die persönliche Ansprache der Patienten nach wie vor an erster Stelle steht.“ 

Mehr Sicherheit auch im Operationssaal

Neben den bereits bestehenden und bewährten Checklisten im OP trägt nun im Verbundkrankenhaus Linz-Remagen auch das Patientenidentifikationsband dazu bei, dass die Erkennung des Patienten für jeden Kollegen zuverlässig und in gleicher Weise funktioniert. Damit können potentielle Verwechslungen so gut wie ausgeschlossen werden. Pflegedirektor Thorsten Dörholt und sein Kollege am Standort Maria Stern in Remagen Hermann-Josef Bliersbach sind sich sicher, dass die Patienten den Nutzen der Armbänder erkennen werden und dass ihr Einsatz in Kürze eine Selbstverständlichkeit im Verbundkrankenhaus sein wird. Patienten, die trotz allem das Angebot des Identifikationsarmbands nicht nutzen möchten, können bei der Aufnahme das Angebot ablehnen.