29.09.2015 - 18:00

Große Brandschutzübung in den Abendstunden

Foto von Paul Effelsberg

Feuer in einem Büro im obersten Stockwerk, ein Mitarbeiter ist eingeschlossen und dichter Qualm dringt aus dem Zimmer.

In Zusammenarbeit mit der freiwilligen Feuerwehr Remagen und der Krankenhausleitung des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen, war dies in der Betriebsstätte Maria Stern in Remagen das Szenario für eine unangekündigte große Brandschutzübung. Das Krankenhausgebäude gehört zu den vier höchsten Bauwerken der Stadt in dem sich im Ernstfall 200- 300 Patienten und Mitarbeiter aufhalten würden. 

In den Abendstunden des 29.Septembers wurde der Brandalarm ausgelöst und innerhalb weniger Minuten war die Remagener Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort und  brachte ihre Drehleiter in Position. Nach kurzer Lageeinweisung durch Hauptbrandmeister Alexander Krahe  machten sich Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten durchs Treppenhaus auf den Weg in die sechste Etage, da die Aufzüge im angenommen Brandfall nicht benutzt werden durften.

Gleichzeitig gelang es den Kollegen vor dem Krankenhaus mit großem Geschick die Drehleiter bis an das Fenster des Brandherdes im sechsten Stock zu dirigieren. Gemeinsam konnten sie den Mitarbeiter (in diesem Fall eine lebensgroße Übungspuppe)  auf einer Trage bergen und sicher zur Erde transportieren.

Die Wasserversorgung wurde von einem Hydranten in der Nähe des Krankenhauses über die Drehleiter bis zum Brandherd im Obergeschoss gelegt, wo natürlich auf den Einsatz von Wasser und Feuerlöschern verzichtet wurde, um Gebäudeschäden zu verhindern.

Im Anschluss trafen sich alle beteiligten zu einem Umtrunk in der Cafeteria des Krankenhauses. Hauptbrandmeister Alexander Krahe, Verwaltungsdirektor Thomas Werner und Pflegedirektor Hermann Josef Bliersbach dankten den Feuerwehrfrauen und -männern für Ihren Einsatz.

„Es ist wichtig in den großen Gebäuden regelmäßige Übungen zu veranstalten, um sich auf bauliche Veränderungen einstellen zu können, damit wir im Ernstfall optimal handeln zu können“, so Hauptbrandmeister Krahe der berichtete, dass die Freiwillige Feuerwehr in diesem Jahr schon weit über 100 Einsätze hatte.

„Im Krankenhaus Maria Stern gab es glücklicherweise seit Jahrzehnten keinen Brandfall mehr. Das haben wir auch den jährlichen stattfindenden Einweisungen und Brandschutzübungen unserer Mitarbeiter zu verdanken, die durch unseren  Brandschutzbeauftragten Klaus Brötz durchgeführt werden. Die heutige Übung der Freiwilligen Feuerwehr Remagen zeigt wieder, dass wir im Notfall mit schneller kompetenter Hilfe rechnen können“, war das Resümee von Verwaltungsdirektor Werner und er erinnerte an den bestehenden hauseigene Notfallplan. In dem ist genau festgelegt, welche Maßnahmen in jeweiligen Notfällen durchgeführt werden, von der Alarmierung der zuständigen Mitarbeiter bis hin zur Evakuierung des gesamten Krankenhauses. Im Katastrophenfall würden mit der höchsten Alarmstufe sämtliche Mitarbeiter über Rundfunkdurchsagen zum Arbeitsplatz gerufen werden, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

Wer sich für Sicherheitsmassnahmen und den Qualitätsstandart im Krankenhausverbund Linz-Remagen interessiert, kann diese am 25.Oktober in Remagen ( 10:00 bis 16:00 Uhr) und am 31. Oktober in Linz (11:00 bis 16:00 Uhr) am Tag der offenen Türe kennen lernen. Hierzu gehören Informationen über Themen der Pflege, Inneren Medizin, Chirurgie, Anaesthesie- und Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Interessant ist besonders die Möglichkeit in Remagen einen Teil des Op-Bereiches mit dem Op- und Narkosearbeitsplatz kennen zu lernen, mit Demonstration von „Schlüssellochchirurgie“ und Präsentation operativer Methoden. In Linz ist die Zentrale Sterilisations- und Versorgungsabteilung des Krankenhausverbundes zu besichtigen.

In beiden Krankenhäusern werden am Tag der offenen Tür jeweils sechs verschiedene Vorträge zu aktuellen Themen angeboten. In der Woche vom 26.10.-30.10.2015 findet zusätzlich jeden Tag in den beiden Krankenhäusern eine weitere Fortbildungsveranstaltung zu verschiedenen Themen statt.