18.11.2015 - 14:51

"Ich war krank, und ihr habt mich besucht." (Matthäus 25, 36)

Die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer des Krankenhausbesuchsdienstes aus dem Einzugsgebiet des Remagener Krankenhauses folgten der Einladung der Stiftungsbeauftragten der Angela von Cordierstiftung Sr.Luise Leonhardt, Martina Steffens und Paul Effelsberg zu einem gemeinsamen Nachmittag, um sich über Ihre Arbeit auszutauschen.

Seit vielen Jahren besuchen sie die Patienten aus ihren Gemeinden, die im Krankenhaus liegen und haben ein offenes Ohr für deren Anliegen und Sorgen.

Kranksein und Gesundsein - beides gehört zum Leben. Dennoch erfahren Menschen ihr Kranksein als etwas, das sie aus dem normalen Leben ausschließt. Besonders  gilt dies für einen Aufenthalt im Krankenhaus. Die Welt draußen geht weiter, die Patienten aber sind (häufig) an das Bett gebunden und haben sich in den veränderten Lebensrhythmus im Krankenhaus einzufügen.

Die veränderte Umgebung und Lebensweise, die Distanz zur Familie und die fehlenden Kontakte in Beruf und Alltag kommen zur Krankheit hinzu und müssen bewältigt werden. Der ehrenamtliche Besuchsdienst kümmert sich aber auch um Menschen die keinen bzw. wenig nachbarschaftlichen und sozialen Kontakte haben. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, hören zu oder helfen bei Problemen.

 Pflegedirektor Hermann Josef Bliersbach und  Sr.Luise Leonhardt begrüßten die Gäste zum gemeinsamen Kaffee.

„Als katholisches Krankenhaus ist es uns ein besonderes Anliegen, das unsere Patienten Zuwendung und Wärme erfahren und sich bei uns gut aufgehoben fühlen - unabhängig von konfessioneller Bindung und sozialer Herkunft. Unterstützend zur Betreuung durch unsere Pflegekräfte freuen wir uns über Ihr freiwilliges Engagement“, so Sr.Luise.

Ein  kurzer Filmbeitrag  über die Angela von Cordierstiftung und das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen stimmte auf den Nachmittag ein.

Sr.Luise regte mit einer Meditation über das Tau-Zeichen des heiligen Franziskus zum regen Gedankenaustausch der Gäste an.

Franziskus setzte das Tau Zeichen unter seine Briefe und malte es in Kapellen auf die Wand. Tau ist der Anfangsbuchstabe des griechischen Wortes "tapeinos = demütig, niedrig".

Für Franziskus war es der Ausdruck seiner Lebensweise. Für die Mitglieder der franziskanischen Glaubensgemeinschaften ist es ein Zeichen des Segens und des Friedens und erinnert an das Kreuz als Zeichen der Erlösung.