06.01.2016 - 15:45

Patient Otmar Zehe, der zweite mit dieser Methode operierte Patient, bedankt sich bei Dr. Auen

Erstmals in Deutschland wurde eine Endoprothese am oberen Sprunggelenk mit Hilfe von patientenindividueller Planung und Instrumenten im Franziskus Krankenhaus Linz implantiert. Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie besitzt bereits eine langjährige Erfahrung und Expertise in dieser Operationstechnik durch Ihre Anwendung bei Operationen am Kniegelenk.

Bei dem 53 jährigen Johann R. wurde diese Operationsmethode zum ersten Mal von Chefarzt Dr.Rudi Auen durchgeführt.

„Trotz erheblicher Arthrose und Knochenveränderung konnte ich Herrn R. mit der neuen Methode sehr exakt, schonend und in kürzerer OP-Zeit mit einem neuen Sprunggelenk versorgen und damit die Beweglichkeit der anderen Fußgelenke erhalten und eine Überbelastung vermeiden.“

Die Anwendung dieser Technik bei fortgeschrittenen Arthrosen des Sprunggelenkes ist im Franziskus Krankenhaus Linz, wo bereits seit mehr als 13 Jahren eine Spezialisierung in der Fuß- und Sprunggelenkschirurgie besteht, eine sinnvolle Erweiterung und konsequente Weiterentwicklung des Spektrums.

„Ich verspreche mir von der individuellen Prothese für unsere Patienten einen deutlichen Vorteil bei der Funktionalität des Gelenkes. Insbesondere schwierige anatomische Verhältnisse bei z.B. posttraumatischen Arthrosen mit Achsfehlstellungen und –verformungen lassen sich mit dieser Technik sehr exakt mit hoher Sicherheit operieren“, sagt Chefarzt Dr. Rudi Auen.

Die Technik wird im Franziskus Krankenhaus sowohl bei erstmaliger,  als auch wie in diesem Fall bei schwierigen Zweitoperationen, sog.  Revisionsfällen angewendet. Für die Operation ist vorab eine Computertomogramm-Untersuchung erforderlich. Dann wird ein dreidimensionales Computermodell des Gelenkes hergestellt und die bestmögliche Implantation der Prothese virtuell geplant.

Durch individuell mittels modernster 3D-Drucker Technik hergestellte Instrumente, die wie eine Schablone nur auf den individuellen Knochen des Patienten passen, wird die Implantations- Prothese auch in der Realität passgenau eingesetzt. Diese Methode bietet den Patienten eine bestmögliche Versorgung ohne dass hierbei Zusatzkosten entstehen.