21.07.2016 - 10:00

Franziskus Krankenhaus Linz erhält vom Förderverein eine hoch technisierte Übungspuppe und lädt die Bevölkerung zu einer Schulung in der Laien-Wiederbelebung ein.

Plötzlich passiert es - ein Herzstillstand kann jeden treffen, zu jeder Zeit. Der Betroffene wird sofort bewusstlos und atmet nicht mehr normal oder gar nicht mehr. Statistisch passiert dies rund 60.000mal pro Jahr in Deutschland. Es könnte somit auch „Sie“, Verwandte, Freunde oder sogar ihre Kinder treffen. Wenn nach einem Herzstillstand nicht innerhalb kürzester Zeit einfache Maßnahmen - vor allem die Herzdruckmassagedurchgeführt werden, sinkt mit jeder Minute ohne Hilfe die Überlebenswahrscheinlichkeit um ca. 10%.

Jeder kann in einer solchen Situation helfen und mit der leicht durchzuführenden Herzdruckmassage die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Betroffenen verdreifachen. Mit dieser Maßnahme wird die Kreislauffunktion und Sauerstoffversorgung soweit aufrecht gehalten, das bis zur Fortführung der Maßnahmen durch professionelle Helfer bedeutende Schäden insbesondere am Gehirn verhindert werden können. So könnten durch die Hilfe von Laien mehr Menschen in Deutschland zusätzlich überleben, als Verkehrstote pro Jahr verzeichnet werden.

Auch ein sogenannter AED (automatisierter externer Defibrillator) kann in solch einer Situation besonders hilfreich sein. Geräte dieser Art finden sich mittlerweile an vielen öffentlichen Orten und sind in der Handhabung ganz einfach. Ein AED unterstützt die Erste Hilfe durch Sprachanweisungen und kann sogar Leben retten, indem er bei Bedarf einen Elektroschock auf das Herz abgibt.

Im Verbundkrankenhaus Linz-Remagen hat die Notfallversorgung von Patienten einen sehr hohen Stellenwert. „Wir führen regelmäßige Trainings von Notfallsituationen durch, um im Ernstfall unsere Patienten bestmöglich versorgen zu können - denn auch für uns gilt bei Notfällen: Übung macht den Meister!“ so Dr. Dieter Altmann, der ärztliche Direktor des Krankenhauses, der im Namen des Fördervereins des Franziskus Krankenhauses Linz eine  hoch technisierte Übungspuppe und weitere Übungsmaterialien im Wert von 8500 € übergab. Die Übungspuppe ermöglicht die Simulation von verschiedenen Notfällen,  durch Analysefunktionen werden die Qualität und der Erfolg der getroffenen Maßnahmen ausgewertet. „Mit Hilfe dieser Funktionen lässt sich der Lernerfolg einer Übung ganz erheblich steigern. Wir alle danken dem Förderverein für diese großartige Unterstützung sehr“, freut sich Dr. Volker Pies, Ärztlicher Leiter des Notarztstandortes Linz und verantwortlicher Oberarzt für das innerklinische Notfallmanagement.

Er möchte mit seinem Team auch die Bevölkerung für das Thema „Reanimation“ begeistern und schulen. Dazu hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen und lädt die Linzer Bevölkerung und alle Gäste zu einer öffentlichen Veranstaltung am

Samstag, den 23.07.2016 von 12-15 Uhr auf dem Marktplatz 2 in der Linzer Innenstadt ein.

Thema der Veranstaltung ist die Schulung von Laien in Erster Hilfe mit Reanimationsübung an der neu angeschafften Übungspuppe sowie die Nutzung von automatisierten externen Defibrillatoren (AED). Weiterhin erfahren die Gäste dieser Veranstaltung mehr über den Förderverein des Krankenhauses Linz und seiner Arbeit. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die ortsansässige VR-Bank.

Das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen möchte auf die extrem hohe Bedeutung der Laien-Reanimation hinweisen und zeigen, dass Sie im Notfall mit einer einfachen Maßnahme schon alles richtig machen können!

Die Initiatoren dieser Veranstaltung freuen sich über eine rege Beteiligung der Bevölkerung an dieser öffentlichen Veranstaltung.