25.07.2016 - 08:00

Vorschulkinder der katholischen Kindertagesstätte St.Georg in Sinzig-Löhndorf besuchten das Verbundkrankenhaus in Remagen

Felix, Frida, Leon, Léona, Milo und Sofie - so heißen die Waldzwerge der katholischen Kindertagesstätte St.Georg in Löhndorf, die in diesem Jahr zur Schule gehen.

In den vergangenen Monaten haben sich die Kinder intensiv mit dem Thema "Was tun, wenn sich ein Kind verletzt" beschäftigt, berichtete die Leiterin Brigitte Heuser.

Mit Bilderbüchern hatte sich die Waldzwergengruppe über Kinderarzt, Polizei,  Feuerwehr und Krankenhaus informiert. Sie nutzten jetzt das Angebot des Verbundkrankenhauses  Linz-Remagen, das seit vielen Jahren den Kindergärten die Möglichkeit anbietet, eine Krankenhausbesichtigung durchzuführen.

Die Gruppe wurde von Paul Effelsberg (Stiftungsbeauftragter der Angela von Cordier-Stiftung) empfangen und auf den interessanten Rundgang eingestimmt.  "Wir freuen uns immer über den Besuch von Kindern, denn so können wir von unserer Arbeit im Krankenhausalltag berichten und damit  ganz bestimmt  Ängste vor dem nächsten Arztbesuch oder Krankenhausbesuch abbauen"  beschrieb Effelsberg, den Grund für das Engagement mit den Kindern.

Ihren Bewegungsdrang konnten die Kinder zunächst unter Anleitung an den Geräten der physikalischen Abteilung ausleben und staunten dann beim Rundgang über die Größe der Küche, die riesige Heizungsanlage und das umfangreiche Vorratslager des Krankenhauses.

Vorbei am Aufwachraum, wo ein kurzer Blick auf die schlafenden Patienten möglich war, gelangten die Kinder in die Krankenhauskapelle, einem wichtigen Ort im katholischen Krankenhaus, dessen Bedeutung Effelsberg den Kindern näherzubringen versuchte. Die ruhige Atmosphäre im Kapellenraum, für viele Patienten und Angehörigen ein Ort um Trost und Kraft zu finden, übertrug sich schnell auf die Kinder. Auch sie haben zum Teil schon erlebt, dass Großeltern verstorben oder Verwandte erkrankt sind. Andächtig zündete jedes Kind eine Kerze im Altarraum an und dachte an jemanden in der Familie, der krank oder hilfsbedürftig ist.

Zum Abschluss des Kapellenbesuches sangen die Kinder ein fröhliches Segenslied, bevor der Krankenhausbesuch in der Ambulanz endete. Hier gab es die Gelegenheit sich einen Verband anlegen zu lassen,  Herztöne zu hören und schließlich verwandelte sich Effelsberg vor den Augen der Kinder mit Schutzkittel, Kopf- und Mundschutz so, das nur noch seine Augen zu erkennen waren. Aber da hatten die Kinder längst Vertrauen gefasst und die Angst vor dieser ungewohnten Situation verloren. Selbst ausgestattet mit Mundschutz und Kopfhaube endete für die Kindergartengruppe ein spannender Ausflug in die Welt der Medizin und die Gruppe verließ mit Ihrer Leiterin gutgelaunt Maria Stern.